Vortrag von Chefarzt Dr. med. Stefan Merkelbach
"Therapie der Multiplen Sklerose mit monoklonalen Antikörpern - Chancen und Risiken"
Auf Initiative des Chefarztes der Neurologischen Klinik des Heinrich-Braun-Klinikums Zwickau gGmbH fand im Haus 2 der Klinik am 1. Februar 2012 ein Vortrag statt.
Viele MS-Patienten, ob in Selbsthilfegruppen organisiert, oder nicht, folgten der Einladung.
Nach einer kurzen Einführung zum Krankheitsbild "Multiple Sklerose" bezogen sich die weiteren Erläuterungen vor allem auf das Medikament Tysabri, welches wegen der möglichen Nebenwirkungen einer PML (=progressive multifokale Leukenzephalopathie / Erkrankung des Zentralen Nervensystems) schon in der Kritik stand, auch kurzzeitig vom Markt genommen worden war. Ob das Medikament eingenommen werden kann, hängt auch davon ab, welche Medikamente im Vorfeld verabreicht worden sind.
Um feststellen zu können, ob man die PML entwickelt hat, besteht die Möglichkeit, sich einem Test zu unterziehen, der belegt, ob man mit dem verursachenden JC-Virus infiziert worden ist. Nicht jeder Patient entwickelt eine PML.
Die Entscheidung für bzw. gegen das Medikament Tysabri muss jeder Patient letztendlich für sich allein fällen.
Mit Tysabri gibt es eindeutig weniger Schübe, und der Verlauf der MS ist weniger dramatisch.
Die Anwesenden konnten auch gezielte, individuelle Fragen stellen, die der Chefarzt gerne beantwortete.
Die das Medikament Tysabri vertreibende Pharma biogen idec. war ebenfalls mit entsprechendem Infomaterial zum Krankheitsbild MS und Medikamenten vor Ort.
Der Dank der MS-Patienten gilt dem Referenten für seine interessanten Ausführungen. Gerne werden solche Veranstaltungen auch in Zukunft wieder von Betroffenen besucht.
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